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Weltbild ArtikelUnter dem Weltbild versteht man die Grundüberzeugungen eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen.
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Das Weltbild genannt - zu dem Unterschied von einer Weltanschauung, die synthetisierend und systematisierend eine in sich geschlossene, einheitliche aktive Auffassung von der Welt darstellt und die Ergebnisse der einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen unter einem einheitlichen Gesichtspunkt subordiniert - in der Regel (im allgemeinen Sprachgebrauch werden häufig beide Begriffe undifferenziert benutzt) die Synthese der Ergebnisse einer einzigen Einzelwissenschaft.
So wird z.B. vom Weltbild der Physik, der Astronomie, der Biologie u.a., wobei die einzelnen Weltbilder jeweils in dem Verhältnis der Koordination stehen, so dass dabei Widersprüche auftreten können. Zu dem Unterschied von der Weltanschauung ist das Weltbild häufig nicht bewußt philosophisch reflektiert. Insofern ist das Beharren bei einem bloßen einzelwissenschaftlichem Weltbild ein Moment des Positivismus.
Im Bereich des Begriffs "Weltbild" dominiert zwar das Gegenständliche, es wird aber auch von einem historischen, psychologischen Weltbild u.a. gesprochen. Das Gegenständliche wurde zunächst auf lange Zeit durchaus als "Bild", d.h. anschaulich, aufgefaßt. Die Erkenntnisse der modernen Physik haben hierin einen gewissen Bedeutungswandel herbeigeführt, indem sich vor allem die Elemente des Gegenständlichen, die Elementarteilchen, als komplizierte, unanschauliche Strukturen erwiesen und auch die Struktur des Raumes weitgehend ihren anschaulichen Charakter verlor.
Das grundlegende und umfassende Weltbild, das der Physik (einschließlich der Astronomie), wird heute vor allem durch die Kenntnisse der theoretischen Physik (Relativitätstheorie, Quantentheorie, Theorie der Elementarteilchen) bestimmt. Nach einem Ausspruch von Max Planck gewinnen die ursprünglich unanschaulichen Verhältnisse des modernen physikalischen Weltbildes nach längerer Beschäftigung mit ihnen eine Art von Anschaulichkeit. Dieses, durch die entwicklungsgeschichtlich gegebene Struktur des menschlichen Erkenntnisapparates bedingte Streben nach Anschaulichkeit ist letztlich die Ursache dafür, dass der Mensch sich ein "Bild von der Welt" aneignen will.
Dabei findet entsprechend dem fortschreitenden Prozess der menschlichen Erkenntnis eine Entwicklung des Anschauungsvermögens statt, die sich in einer angenäherten Transformation rationaler, abstrakter Erkenntnisse in Anschauliches oder Quasi-Anschauliches äußert. Das Weltbild beschränkt sich demnach nicht in mechanistischer Weise auf Grob-Sinnliches. Auch hierin zeigt sich die Dialektik von Sinnlichem und Rationalem in dem Erkenntnisprozess .
siehe auch Anschaulichkeit, Kopernikanische Wende
Buch-Tipp: Der Begriff Angst. Das Mögliche und die Angst -------
"&. die Angst, daß ich mich verraten könnte und alles das sagen, wovor ich mich fürchte, und die Angst, daß ich nichts sagen könnte, weil alles unsagbar ist, - und die anderen Ängste . . . die Ängste. Ich habe um meine Kindheit gebeten, und sie ist wiedergekommen, und ich fühle, daß sie stets noch so... |
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